Panik in der Luft

Schon sehr lange Zeit besitze ich eine DJI Spark Drohne.

Ich bin damit bei weitem nicht so oft geflogen, wie ich mir es beim Kauf eigentlich vorgestellt habe. Das liegt einmal daran, dass es gar nicht so einfach ist, ansehliche Aufnahmen zu produzieren. Das benötigt durchaus Übung. Ansonsten ist das Filmmaterial nur ein hektisches Gewackel. Zum Anderen liegt es daran, dass es meist schlicht und einfach nicht erlaubt ist. Entweder befindet man sich in einem Natuschutzgebiet oder es ist ein Flughafen in der Nähe (da gibt es viel mehr als man denkt). Trotzdem habe ich doch die ein oder andere schöne Aufnahme, zum Beispiel vom Schlittenfahren der Kinder hinbekommen.

Nun war es dank einer Wanderung mal wieder an der Zeit die Drohne auszupacken. Ich habe die Akkus aufgeladen, diese zeigten noch volle Leistung. Ich hab die Drohne gestartet, mit der Fernbedienung und dem Handy verbunden. Bei der Spark dient das iPhone als Display und zur Bedienung über die Fly-Go-App.

Alles funktionierte wunderbar.

Bei einer kleinen Rast packte ich die Drohne aus. Aktivierte die Geräte, wie zuhause auch. Die Spark ließ sich mit dem Controller auch ohne Probleme steuern. Allerdings war die Bedienung und das Bild auf dem SmartPhone stark verzögert. Trotzdem beschloss ich eine Aufnhame zu machen. Eigentlich wollte ich, dass die Drohne selbständig hinter uns her fliegt und dabei auf uns fokusiert. Das ging leider nicht. Also lief ich halt hinter unserer Gruppe her und versuchte - ohne visuelle Kontrolle - die Gruppe im Bild zu halten.
Das klappte auch ganz gut. Die Aufnahmen sind aber natürlich wieder hektisch verwackelt. Kaum zu gebrauchen. Trotzdem kann ich ein paar Sekunden der Aufnahmen für kleine Erinnerungen gebrauchen.

Der Schreck kam dann aber, als der Akku zur Neige ging.

Wir waren zu dem Zeitpunkt schon etwa 200 Meter vom Startpunkt entfernt. Ohne manuell eingreifen zu können, zog die Spark laut piepend nach oben. Die Baumkrone über ihr, hat sie nicht interessiert. Zum Glück auch nicht weiter gestört. Sie flog dann also in der eingestellten Sicherheitshöhe von ca. 30 Metern Richtung des Punktes, wo sie sich in die Luft erhob. Egal was ich versuchte. Am Display oder auch per Controller. Die Rückkehr ließ sich nicht abbrechen.
So bin ich ihr dann also mit der Hoffnung hinterher gerannt, sie würde wieder zum Ausgangspunkt finden. Zumindest das hat sie ordentlich hinbekommen. Sie stand brav auf dem Boden neben der Bank wo der Spaß los ging.

Warum die Steuerung so dermaßen schlecht war, kann ich leider nicht sagen.

Meine Vermutung ist, dass die im Hintergrund aktive App komoot, welche unsere Wanderung aufzeichnete, hier rein gefunkt hat. Das muss ich aber erst noch testen.

Die Lust das kleine Dingens nun wieder öfters mit zu nehmen, ist mir allerdings vergangen. Da muss ich doch erst wieder ein wenig trainieren. Und auch schauen, wie ich die Verbindung zuverlässiger hinbekomme.